Die Hutongs – Gassenviertel in Peking

Die Gassenviertel in Peking, die sogenannten Hutongs, bilden heute die Reste der historischen und traditionellen Pekinger Innenstadt. Die kleinen Gassen, die die Wohnhäuser miteinander verbinden, werden eigentlich Hutongs genannt.  Diese sind meist nur zu Fuß zugänglich. Später wurden die traditionelle Viertel im Zuge der Modernisierung nach und nach durch Wohnblöcke aus Fertigteilen ersetzt.

Hutongs, die traditionelle Art zu wohnen

Die Gassenviertel wurden schon in der Ming-Dynastie um die Verbotenen Stadt symmetrisch angelegt. Zuvor brachten die Mongolen, als Peking noch unter dem Namen Cambaluc bekannt war, eines Ihrer Wörter „Hottog“ mit. Es heißt übersetzt „Quelle“ und bezeichnet die typischen Gassen von Peking. Im Grunde genommen nennt man die bei den Gassen geprägten Wohnhöfen „Siheyuans“ und heißt auf chinesisch 四合院 „si-he-yuan“,  übersetzt „vier-umschlossen-Innenhof“. Tatsächlich waren ein oder mehrere Innenhöfe mit vier Seitenflügeln umschlossen. Das Haupthaus lag im Norden und der Eingang im Südosten um Licht in den Innenhof einfallen zu lassen.

Hutongs heute

Nur wenige von den ursprünglichen 6.000 Hutongs sind heute erhalten geblieben. Wenige davon sind bis heute modernisiert oder renoviert worden. Viele der Wohnhäuser sind langsam baufällig geworden und werden vernachlässigt. In den Wohnhöfen gibt es in der Regel keine Wasserversorgung, mit Komfort hat das im westlichen Sinne nichts mehr zu tun. Allerdings haben sich einige Viertel, wo sich auch der Glockenturm (钟楼) und der Trommelturm (鼓楼) befinden sowie um Shichahai (什刹海), erhalten können und stehen unter Denkmalschutz.

Auch wenn die Gassenviertel nur zu Fuß zugänglich sind, bietet die Gassenviertel den Bewohnern alles was sie zum Leben benötigen: Märkte, Geschäfte und Restaurants.

Tourismus

Für touristische Zwecke wurden beispielsweise einige Hutongs – mit wenig liebe zum Detail – nachgebaut oder renoviert, um diese attraktiver zu machen. Nichtsdestotrotz ist Alt da leider gar nichts mehr. Infolgedessen reihen sich leider moderne Souvenirläden und Bars aneinander. Beispielsweise bieten viele kleine Hotels auch an, in einen der Wohnhäuser selber zu übernachten.

Unter dem Strich empfehle ich deshalb jedem, der authentische Gassenviertel erleben möchte, sich den touristischen Vierteln fernzuhalten.

Video

Bei einem Gewitter können sich die Gassenviertel zu einem reißenden Bach entwickeln 🙂

Teile diesen Beitrag
20

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.