Die Herstellung der Teeblätter

In den letzten Artikeln haben wir euch etwas über die Geschichte, Herkunft und Definition sowie den Unterschied zwischen Sheng und Shu Pu-Erh Tee erklärt. Vor zwei Jahren haben wir unsere Verwandten in Lincang, Yunnan besucht und haben die Herstellung der Pu-Erh Teeblätter einmal genauer unter die Lupe genommen.

Die Entstehung des Grundmaterials

Zunächst werden die ca. 11 bis 24 cm langen Blätter im Frühling, Sommer und Herbst (von Januar November) geerntet. Dabei werden nicht nur neue und frische Teeblätter, sonder auch ältere Blätter gepflückt. Die älteren Teeblätter helfen den Pu-Erh Tee später seine weiche Note zu entwickeln.
Der nächste Schritt im Prozess ist die Trocknung der Pu-Erh Blätter. Das gleich mehrmals. Zwischendurch werden die Teeblätter erhitzt, dann geföhnt und in der Zentrifuge schön lockig gewalzt.

Moderne Maschinen, Herstellung wie früher

Trotz der modernen Maschinen, wird der Pu-Erh Tee im Prinzip wie früher hergestellt. Nur eben schneller und in größeren Mengen.
Hat man nun die Feuchtigkeit der Blätter verringert, werden sie im Anschluss in einem Wok gebraten. Diese Methode nennt man sha qing 杀青 und unterbindet die Enzymaktivitäten sowie die Oxidation der Blätter. Darüber hinaus entzieht es den Pu-Erh Blätter mehr Feuchtigkeit und verleiht Ihm am Ende seine rauchige Note zu entfalten.

Der letzte Schritt für die Pu-Erh Teeblätter

Nun werden die Teeblätter in einem Korb oder Behälter zur Abkühlung gefüllt. Später werden die Blätter in einen Metalleimer zur Dämpfung gefüllt, um danach zu einem Kreis gedreht und gezwirbelt zu werden. Danach wird der Fladen weiter zu dem typischen Pu-Erh Teekuchen gepresst.

Die ursprüngliche Herstellungsweise

Der obere beschriebene Weg beschreibt zum größtenteils den industriellen Prozess der Herstellung. Während des gesamten Vorgangs, werden die Blätter immer vergleichsweise behutsam behandelt, weil man damit Quetschungen verhindern und die damit verbundenen Oxidation aufhalten möchten.

Die Teeblätter werden bei der ursprünglichen Form der Herstellung meistens in der Sonne getrocknet. Außerdem werden sie später in Bambuskörben und über leichten Feuer getrocknet. Wenn das beim schlechten Wetter nicht möglich ist, dann werden die Blätter nur in den Bambuskörben getrocknet. Dieser Unterschied bei der Herstellung bringt einen beträchtlichen Qualitätsunterschied mit sich.
Experten sind der Ansicht das der Pu-Erh, der in der Sonne getrocknet wurde, der beste ist.

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