Pu-Erh Tee ist eine Frage der Geschmacksentwicklung

Ermutigt durch meine Frage, wie sich eigentlich meine Geschmacksentwicklung abgespielt habe, stieß ich auf ein paar interessante Ansatzpunkte, auf die ich in diesem Artikel eingehen möchte.

Was bedeutet das im Zusammenhang mit Pu-Erh Tee? Das finden wir nun gemeinsam heraus.

Geschmacksentwicklung – eine lebenslange Aufgabe

Kommen wir zunächst zu der Theorie die hinter diesem Geschmack liegt. Schon neugeborene Kinder haben ein Geschmacksempfinden. Es sind die Geschmacksrichtungen süß, sauer und bitter. Später kommen auch salzig und umami (bedeutet Fleisch- und Eiweißhaltig). Bevorzugt wird immer süß, weil dies  immer die Energielieferanten Zucker sowie Mineralstoffe und Vitamine beinhaltet und die für das überleben wichtig sind. Bitter bedeutet hingegen verdorben und potentiell giftig.

Warum haben wir auf der Zunge nicht tausende Empfindungen? Das liegt daran, dass die Anzahl der Nervenfasern im Mundbereich begrenzt ist. Deswegen sind diese Geschmäcker vergleichsweise wenig aussagekräftig als beispielsweise Gerüche über die Nase.

Die Herkunft

Unsere Herkunft ist entscheidet, ob wir überhaupt für Tee zugänglich werden. Im laufe unseres Leben entwickeln wir eine Grundprägung unseres Geschmacks, den wir auch nicht mehr los werden. Nicht umsonst heißt es:

Zu Hause schmeckt’s am besten

Wir werden auf eine Essgewohnheit trainiert, die bestimmt, welche Lebensmittel wir letztendlich als lecker empfinden.

Um sich davon abzugewöhnen bedarf es eine sehr lange Zeit.

Geschmack lässt sich trainieren

Schwierig wird es, wenn man versucht seinen Geschmackshorizont zu erweitern. Man liest dann in Blog’s über Aromen wie z. B. Gras, Holz oder Waldboden usw., die man im ersten Moment nicht nachvollziehen kann. Das sind nicht gerade Aromen mit denen man in unseren Kulturkreisen aufgewachsen ist. Der eine wird einen holzigen Geschmack ablehnen, der andere wird Ihn lieben. Man muss also das ganze vorher einmal probieren und verinnerlichen, damit man verstehen kann was überhaupt damit gemeint ist. Geschmack lässt sich also erlernen. Viel hängt auch davon ab, mit welcher Offenheit man das Thema Tee begegnet. Dazu passt wohl folgendes Zitat:

Was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht!

Jetzt sehen wir, dass alle Menschen eine unterschiedliche Vergangenheit haben die unser Geschmacksempfinden beeinflusst hat und deswegen ist auch die Frage was für uns genießbar ist, eine schwierige Frage ist.

Aus diesem Hintergrund ist wohl der Pu-Erh Tee die beste Wahl um seinen Horizont zu erweitern, da er sich komplett von den anderen Grün- und Schwarztee unterscheidet. Sein Geschmack und Geruch erinnert an Aromen aus der Welt der Kulinarien.

Eine ständige Reise

Wie Ihr sehen könnt, sind wir immer auf einer ständigen Reise um zu fragen, was man gerade im Moment lecker findet.

Was mir persönlich gefällt oder ich ganz besonders mag, kann ich momentan nicht sagen. Es ist die Vielfalt aber sie muss ausgewogen sein.

Inspiration <> Motivation zu diesem Artikel: Whisky.de, TeeKeramik

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